27. März 2009
Mein erstes Schwimmabzeichen. Mein Lieblingssender. Meine Vorliebe für Marzipan. Mein abstruser Filmgeschmack. Mein Faible für Randfiguren. Mein Unbehagen gegenüber den Naturwissenschaften. Meine Tagescrème. Mein Lieblingshit. Meine unveröffentlichten Texte. Meine Mutter irgendwo. Mein Typ. Meine Angst vor Tinitus. Mein Werdegang. Meine Lieblingsfarbe. Meine Entschlussfreude. Mein Ein und Alles. Mein Notizkalender. Meine Fotos von früher. Mein Bewusstsein für die Anderen. Mein erstes Mal. Meine Hoffnung an und für sich. Mein Selbstbild. Mein Spiegelbild. Meine Zukunft. Meine Mietkaution. Meine Erinnerungslücken. Mein Ebay. Mein GMX-Postfach. Meine Schublade. Meine Couch. Meine Medienkompetenz. Meine Geschenke. Meine Sprache. Mein Wille. Mein Zeitgefühl. Mein Verständnis für Drogensucht und Askese. Mein Teil der Schuld. Meine Misanthropie. Mein Sonnenuntergang. Mein Geld. Meine Zeit. Meine Welt.
Kategorie Allgemein | 1365 Kommentare »
23. November 2008
jajaja, ach nenene und dochdochdoch: so geistert, das, was raus will, ständig durch uns durch. yo, das dings Gedachte zieht wie Hechtsuppe von einem Ohr zum andern, plötzlich ist es wieder viel zu spät für das, wofürs gerade noch zu früh geschienen hatte - hatte werde durfte wollte - musste, hätte raus geMUSST von heute morgen an betrachtet aber jetze geht schon wieder alles seinen (also ganz bestimmt nicht meinen) Lauf, geht geht à la Gould spielt Händel auf seinem Spinett, dreht durch und wieder leider nicht, er spielt vom Blatt und ich hab heute morgen alles aufgeschrieben, was ich heute abend nicht vergessen wollte - wollte musste möchte konnte - kurz, ich fühlte mich noch nicht bereit, die Dinge abzuschütteln, sollen DIE mich noch ein bisschen schütteln, bis die zündende Idee gen Hirnstamm fällt und alles schön automatisiert, dass man das Windei mit dem eignen Namen drauf vergessen kann für ein, zwei Monate, bis wieder etwas Inhalt in den Blog hier kommt und nicht nur Richtungswechselei, Franz Schubert kam vielleicht zum Träumen auf die Welt, aber aber, nee, ja doch, ich wollte mich erinnern und von Dubai schreiben, ganz allein, gegen das Unecht auf der Welt. hilfe
Kategorie Allgemein | 2710 Kommentare »
14. Oktober 2008
heute Abend in Berlin und morgen wieder Leipzig. wo genau denn jetzt der Unterschied zu sehen ist - ich denke mal, bei mir. ach Gott, denk ich, mal wieder alles einerlei, nur was ich will und so von wem und was, macht hier den Unterschied. „der Unterschied“, denk ich, von morgens oder abends, von satt gefrühstückt oder ausgehungert schlafen gehn, von „mich ruft mal wieder keiner an“ und „weiß nicht, wie ich alles schaffen soll“. und dann die Wiederholung, denk ich noch, von was ich morgens tu und wann ich so zur Arbeit geh, von „an welchem Punkt ich andere verlass“ und „wann ich auf den nächsten Zug schon wieder aufgesprungen bin“, von meinem Lieblingskäse und von meiner Aversion gegen Fusseln auf Pullovern. das denk ich, das ist Ich. und morgen wieder Leipzig und der warme Herbst.
Kategorie Allgemein | 2556 Kommentare »
6. Oktober 2008
ich bin das lichterfüllte Nichts. in der Gemütskammer, da brennt ein nachterfülltes Licht. der Rest ist schlechte Sicht auf das gefühlte Ichichich. Weil Dududu noch schläft und ganz allein für sich und in sich reinatmet. ahoi. und der Mangel an (…) für sich und das Dudeln der Natur im Wind und die klirre Kälte an der Nase und das große Undundund der Nachnachnachmoderne. yo. und das Atmen überhaupt. und die Pausen insgesamt. und die Rennerei mitsamt der hehren Träume für das nichtnichtnichtgewagte Einerlei. dann das nachgesagte Zweierlei der Doofen und Entrückten, die nicht da sind, wenn sie da sein spielen. die Damen und die Mühlen. das Rahmen und das Wühlen. UND dass das alles nichts mit mir zu tun hat, ja, obwohl, ach nee. Ist wohl Schnee von gestern, was mir da ins Hinterstübchen weht. Gesterngestern, Zeit und Nicht und besser schlafen gehn. ahoioioi.
Kategorie Allgemein | 2436 Kommentare »
4. Oktober 2008
wenn die Blätter usw. in die Irre gehen und sich abgebrochne Äste in die Büsche schlagen, wenn das Grollen hier im Magen auf halb acht gestellt ist, aber wieder nicht beim Rezipienten angelangt, weil alles durcheinander weht so früh um zehn und ohne Zeitung, alles so auf einmal geht, vorüber oder nicht, die Kunst sitzt als ein Kloß im Hals und überall sieht es genausoscheißeaus wie im Verdauungstrakt nach gestern Nacht, kein Wunder, dass das Schöne nur noch aufklebbar betrachtet wird und dann die Zeiten, die Vergangenheit, das Jetzt und das, was kommen wird, und dann die Übergänge, die gedachten, die vollführten und die vielen unberührten, so wie Gärten ohne irgendwas, also gar nichts, wenn die Blätter auf mit Waschbeton verzierten Seitenstreifen kleben, ganz allein im Regen vorsichtig die Nase in den Himmel heben und die Dinge, wie sie sind, heimlich ohne Vorurteil erleben, negativ, die Suppe wurde kalt gekocht und lauwarm in die Welt gespuckt, damit auch andere nicht ohne was den Herbst zu sich nach Hause nehmen
Kategorie Allgemein | 2000 Kommentare »
28. August 2008
das heißt, ich und meine Fönfrisur, gemeinsam auf ‘ner Fahrradtour, hollahi - ob ich was Neues zu erzählen hab, erzählen mag, weil ich Euch doch inzwischen besser kennengelernt hab? ja, wenn ich das nur wüsste. das Internet macht einsam, sag ich, sieht man, weil mir niemand schreibt und mir vorgeworfen wird, ich monologisierte nur grad vor mir her. er nuschelt sich Beflissenheiten in den Fusselbart, wer will das teilen? Mutti, warum bist Du nicht im Netz? warum haben so viel Leute das nicht mitgekriegt, dass man hier lieber Leben spielt, als vor den Schaufenstern der Innenstadt? warum, wieso, weswegen und Vielleicht. wir bewegen uns im Wagen, wenn wir reden, wie wir sagen, was es heißt, uns selbst zu hinterfragen. ja, ja, ja. Punk hieß früher: nein, nein, nein. jetzt heißt es: ja, ja, ja. auch egal. denn ich bin schon Mitte dreißig und ich definier mich fleißig: ha, ha, ha. und: hein, hein, hein hat man noch nie gesagt. da sieht man, dass die Wörter erst mal doof sind, doof wie Brot, das hier in Leipzig noch im Mythenherd gebacken wird. es heißt hier “Urvater” oder “Das Echte”. und das: ist wirklich nicht das, was ich möchte. was möchte er? geknuddelt werden? das leben IST ein Ponyhof.
Kategorie Allgemein | 1123 Kommentare »
18. Juli 2008
Alphaville & Brooklyn Heights
Birkenstock & Crooklyn Cuts
Chinatown & Doro Pesch
Doggy Dogg & Ed von Schleck
Emmanuelle & Feuerbach
Fernsehturm & Guggenheim
Gatorade & Hohes C
Hershey’s & Im Lauf Der Zeit
Isegrim & Jitterbug
Jelly Beans & Kölnisch Wasser
Kahlenhorst & Lower East
Langston Hughes & Masta Ace
Megaperls & Napalm Death
Noho & Otto - der Film
Ohnesorg & PS1
Prospect Park & Quarkbällchen
Quedlingburg & Riverdale
R’n'B & Süddeutsche
Stuyvesant & Traube-Nuss
Terpentin & Union Square
Ufa & Velvet Undergound
Vergissmeinnicht & Williamsburg
Woolworth & Xenophobie
Xanten & Youth Of Today
Yonkers & Zitroneneis
Kategorie Allgemein | 1621 Kommentare »
15. Juli 2008
die Sonne schaut sich auf dem Hudson River an und lächelt, weil sie wohl noch gut dabei ist, während ich in den, Alter, ist der frei, der Himmel, glotz und denk, auch für mich wirds noch paar schöne Tage geben. eben. deshalb froh nach vorn gestarrt und Haltung oder die Natur an sich bewahrt und nolens volens geht die Luzie wieder ab und schwapp macht alles wieder Spass, so sieht mein Morgen ohne Yoga aus, er strahlt sich aus der Tiefe raus, die andere Kloake nannten, lang bevor wir so viel kannten, dass sichs irgendwie schon wieder lohnte.
hollaho.
Kategorie Allgemein | 898 Kommentare »
13. Juli 2008
liebe Freunde,
liebe Neider und Neiderinnen,
wenn irgendwer aus Eurer Mitte auch bereits mit dem Bloggen (ganz speziell bei blogservice) begonnen haben sollte oder spezifischste Ahnungen diesbezüglich hat, der möge mir verraten, wie man hier Bilder hochlädt! im Englischen wird das zwar prima erklärt, leider stimmt das deutsche Interface nicht ganz mit dem englischen überein und es gibt eben jene virtuellen Knöpfe, die einem da so offeriert werden (von wegen “nur den Nippel durch die Lasche ziehen”) gar nicht. wer also DIESBEZÜGLICH weise Züge aufweist, der möge mir schleunigst helfen, damit ich Euch Euren Alltag noch ein wenig
bunter gestalten kann und darf und muss und soll und irgendwann, Gott hilf, auch werde.
Kategorie Allgemein | 1802 Kommentare »
12. Juli 2008
neulich fragt mich C., was das für ein Traum gewesen sei mit meiner Mutter, meiner Frau und C. und ich sagte, dass das kein realer Traum gewesen sei, sondern nur Fiktion. und ich sag jetzt mal, wer „Traum“, „real“ und „Fiktion“ in einem Satz so gelassen hinimmt, wie die geneigte Leserschaft, der weiß eh Bescheid. man stelle sich nur vor, wie oft sich diese Welten potenzieren würden, wenn man jetzt noch die und die Details dieser Erwägungen vom Stapel ließe, solang, bis man vor lauter Kleinstdetails, den Teufel nicht mehr sähe. Wer da noch ernsthaft versuchte, irgendetwas linear erzählbar zu gestalten, hätte eh verloren.
manchmal glaube ich, dass ich viel, viel klüger bin als Blaise Pascal. nur dass ich nicht die Muße habe, immer alles aufzuschreiben, was ich denke. schade. heute hab ich während meines Aufenthaltes hier zum zweiten Mal genau das gleiche eingekauft: ein Sixpack Budweiser in Dosen, Cashewkerne und die Mädchenzigaretten mit American Spirit. Voltreffer. There are no such things in life as real and unreal, there are only differences and repetitions. Sorry, aber solch derbe wahre Wahrhaftigkeiten traue ich mich nicht einmal, auf deutsch zu schreiben. ich muss Pascal wohl nochmal lesen, um die Weisheit zu erhalten, die mich endlich aus der Masse raus und was weiß ich, wohin bugsieren wird…
vielleicht nach Schweden.
Kategorie Allgemein | 1825 Kommentare »